Kurz zusammengefasst
- Zusammengehörige Tests definieren.
- Fehlerkontrolle vorab wählen.
- Roh- und korrigierte Ergebnisse klar berichten.
Warum mehrere Tests ein Problem sind
Wird dieselbe Frage mit vielen Tests durchsucht, steigt die Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal zufällig ein „signifikantes“ Ergebnis zu sehen. Definiere, welche Tests eine gemeinsame Familie bilden. Nicht jede Kennzahl im Ergebnisteil muss mechanisch in dieselbe Familie.
Bonferroni nachvollziehbar anwenden
Beispiel: Für vier vorab geplante, zusammengehörige Vergleiche bei einem Familien-Alpha von 0,05 beträgt die Bonferroni-Schwelle pro Test 0,0125. Alternativ lassen sich p-Werte entsprechend adjustieren. Sage, welcher Weg und wie viele Tests verwendet wurden; eine nachträglich gewählte Testfamilie kann irreführen.
Strenge und Alternativen verstehen
Bonferroni kontrolliert den Fehler, überhaupt einen falschen positiven Befund in der Familie zu erhalten, kann aber bei vielen Tests an Teststärke verlieren. Je nach Fragestellung kommen andere vorab gewählte Verfahren infrage. Besprich die Auswahl bei komplexen Designs mit der Statistikbetreuung.
Befunde transparent darstellen
Berichte die Anzahl der Vergleiche, ursprüngliche und gegebenenfalls korrigierte p-Werte sowie Effektgrößen und Unsicherheit. Ein nach Korrektur nicht signifikanter Test belegt keinen Nulleffekt. Stelle explorative Auswertungen als explorativ dar.
Einordnung für die finale Abgabe
Viele formale Themen wirken zunächst wie reine Schreibarbeit. Für die gedruckte Abgabe sind sie aber genauso wichtig: Was im Dokument fehlt, falsch platziert ist oder uneinheitlich formatiert wurde, erscheint später auch in der gebundenen Fassung.
Nutze den Beitrag deshalb nicht isoliert, sondern prüfe ihn zusammen mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen, Quellenangaben und Anhang. Erst wenn die Datei vollständig ist, sollte sie als finale PDF für Druck und Bindung vorbereitet werden.
Praktische Kontrolle vor dem PDF-Export
- Stimmen Überschriften, Kapitelstruktur und Seitenzahlen?
- Sind Quellen, Abbildungen und Tabellen vollständig eingebunden?
- Sind Pflichtbestandteile wie Erklärung, Anhang oder Deckblatt enthalten, falls gefordert?
- Wurde die finale PDF-Datei nach dem Export noch einmal geöffnet und geprüft?
Checkliste
- Testfamilie definiert.
- Verfahren begründet.
- Schwelle korrekt berechnet.
- Effektgrößen berichtet.
Typische Fehler
- Erst nach Ergebnissen die Familie festlegen.
- Korrigierte und rohe p-Werte vermischen.
- Nichtsignifikanz als Gleichheit deuten.
Die fertige Arbeit für die Abgabe vorbereiten
Wenn Inhalt und Hochschulvorgaben geprüft sind, kannst du deine PDF sowie die verfügbaren Druck- und Bindungsoptionen kontrollieren.
Druckoptionen prüfenWeiterführende Inhalte
Vertiefe passende Themen zu Aufbau, Quellenarbeit, Formatierung und Abgabe deiner wissenschaftlichen Arbeit.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Schwelle?
Bei Bonferroni: Familien-Alpha geteilt durch Zahl der Tests in der Familie.
Muss ich immer korrigieren?
Das hängt von Frage, Testplan und Interpretation ab.
Ist Bonferroni konservativ?
Ja, besonders bei vielen oder abhängigen Tests.
