Kurz zusammengefasst
- Suchbegriffe und Synonyme vorab notieren.
- Treffer über Jahr, Version, Zitationsbezüge und Volltextzugang prüfen.
- Bibliografische Angaben und Aussage immer am Original kontrollieren.
Mit Begriffen statt ganzen Fragen suchen
Zerlege deine Forschungsfrage in zwei bis drei Kernkonzepte und ergänze englische Begriffe und Synonyme. Suche zunächst breit, dann mit Phrasen oder spezifischeren Kombinationen. Notiere Suchbegriffe und Datum, damit du später erklären kannst, wie du Literatur gefunden hast. Eine einzige Suchanfrage ist selten genug.
Treffer und Versionen richtig lesen
Ein Scholar-Treffer kann ein Verlagsartikel, ein Preprint, ein Buchkapitel oder eine andere Version sein. Prüfe Jahr, Autor, Publikationsort und ob ein Volltext erreichbar ist. Die Anzeige „zitiert von“ hilft beim Weiterverfolgen; viele Zitationen bedeuten aber nicht automatisch, dass die Quelle zu deiner konkreten Frage passt.
Originalquelle und Bibliografie verifizieren
Öffne die tatsächliche Publikation über Bibliothek, Verlag oder Repositorium. Vergleiche Titel, Autor, DOI und Seiten mit der automatischen Zitieranzeige; diese kann fehlerhaft sein. Lies die Passage, die du verwenden möchtest, im Kontext. Ein Abstract allein genügt nicht, um eine differenzierte Aussage zu belegen.
Recherche ergänzen und dokumentieren
Nutze Fachdatenbanken und Bibliothekskataloge, wenn du einen möglichst vollständigen Überblick brauchst. Beispiel: Für eine Literaturübersicht kannst du Scholar zum Entdecken verwenden, die systematische Suche aber zusätzlich in fachlich geeigneten Datenbanken dokumentieren. Speichere vollständige Datensätze in einer Literaturverwaltung und markiere Dubletten.
Einordnung für die finale Abgabe
Viele formale Themen wirken zunächst wie reine Schreibarbeit. Für die gedruckte Abgabe sind sie aber genauso wichtig: Was im Dokument fehlt, falsch platziert ist oder uneinheitlich formatiert wurde, erscheint später auch in der gebundenen Fassung.
Nutze den Beitrag deshalb nicht isoliert, sondern prüfe ihn zusammen mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen, Quellenangaben und Anhang. Erst wenn die Datei vollständig ist, sollte sie als finale PDF für Druck und Bindung vorbereitet werden.
Praktische Kontrolle vor dem PDF-Export
- Stimmen Überschriften, Kapitelstruktur und Seitenzahlen?
- Sind Quellen, Abbildungen und Tabellen vollständig eingebunden?
- Sind Pflichtbestandteile wie Erklärung, Anhang oder Deckblatt enthalten, falls gefordert?
- Wurde die finale PDF-Datei nach dem Export noch einmal geöffnet und geprüft?
Checkliste
- Kernbegriffe und Synonyme festgehalten.
- Treffertyp und Version geprüft.
- Original und bibliografische Daten verglichen.
- Fachdatenbanken bei Bedarf ergänzt.
Typische Fehler
- Den ersten Treffer als beste Quelle behandeln.
- Automatische Zitation ungeprüft übernehmen.
- Ein Abstract als Beleg für den gesamten Artikel nutzen.
Die fertige Arbeit für die Abgabe vorbereiten
Wenn Inhalt und Hochschulvorgaben geprüft sind, kannst du deine PDF sowie die verfügbaren Druck- und Bindungsoptionen kontrollieren.
Druckoptionen prüfenWeiterführende Inhalte
Vertiefe passende Themen zu Aufbau, Quellenarbeit, Formatierung und Abgabe deiner wissenschaftlichen Arbeit.
Häufige Fragen
Ist Google Scholar eine wissenschaftliche Quelle?
Es ist eine Suchmaschine. Die Qualität musst du für jede gefundene Publikation selbst prüfen.
Reicht Scholar für eine systematische Suche?
Oft nicht. Umfang und zusätzliche Datenbanken hängen vom Fach und Review-Design ab.
Darf ich die Zitierfunktion übernehmen?
Als Ausgangspunkt ja, aber gleiche alle Angaben mit der Originalpublikation ab.
