Kurz zusammengefasst
- Nutze Abschnittsumbrüche statt normaler Seitenumbrüche, damit Word unterschiedliche Zahlenformate verwalten kann.
- Trenne mindestens den Vorspann und den Textteil; für ein vollständig unabhängiges Deckblatt sind drei Abschnitte sinnvoll.
- Deaktiviere im neuen Abschnitt „Mit vorheriger verknüpfen“, bevor du Zahlenformat oder Startwert änderst.
- Formatiere den Vorspann mit römischen Zahlen und lasse die Einleitung mit der arabischen Seite 1 beginnen.
- Prüfe nach jeder Änderung Inhaltsverzeichnis, Querverweise und die exportierte PDF.
Wie werden Seitenzahlen in der Bachelorarbeit nummeriert?
Bei vielen Bachelorarbeiten bleibt das Deckblatt ohne sichtbare Seitenzahl. Der anschließende Vorspann mit Inhaltsverzeichnis, Abbildungs-, Tabellen- oder Abkürzungsverzeichnis wird häufig mit römischen Zahlen nummeriert. Der eigentliche Text beginnt dann bei der Einleitung mit der arabischen Seitenzahl 1.
Diese Aufteilung ist verbreitet, aber nicht an jeder Hochschule identisch. Manche Leitfäden zählen das Deckblatt intern als erste römische Seite mit, blenden die Zahl jedoch aus. Andere beginnen die römische Nummerierung erst beim Inhaltsverzeichnis. Auch Literaturverzeichnis und Anhang können je nach Vorgabe arabisch weiterlaufen oder wieder römisch nummeriert werden.
Prüfe deshalb zuerst den Leitfaden deines Fachbereichs. Die technische Umsetzung in Word bleibt anschließend gleich: Jeder Bereich, der ein eigenes Zahlenformat oder einen eigenen Startwert benötigt, wird als separater Abschnitt eingerichtet.
| Teil der Bachelorarbeit | Häufige Nummerierung |
|---|---|
| Deckblatt | keine sichtbare Seitenzahl; je nach Vorgabe unsichtbar mitgezählt oder eigener Abschnitt |
| Inhaltsverzeichnis und weitere Verzeichnisse | römisch: i, ii, iii oder I, II, III |
| Einleitung bis Fazit | arabisch ab 1: 1, 2, 3 |
| Literaturverzeichnis | häufig arabisch fortlaufend, manchmal römisch |
| Anhang | häufig arabisch fortlaufend; abweichende Hochschulvorgaben möglich |
| Eigenständigkeitserklärung | je nach Vorgabe mit, ohne oder außerhalb der Seitennummerierung |
Warum ein normaler Seitenumbruch nicht ausreicht
Ein normaler Seitenumbruch verschiebt den folgenden Inhalt lediglich auf eine neue Seite. Kopfzeile, Fußzeile, Zahlenformat und Zählweise bleiben Teil desselben Abschnitts. Änderst du dort eine Seitenzahl, wirkt sich die Änderung deshalb meist auf das gesamte Dokument aus.
Ein Abschnittsumbruch teilt das Word-Dokument dagegen in unabhängig formatierbare Bereiche. Erst dadurch kannst du im Vorspann römische Zahlen verwenden und die Einleitung im nächsten Abschnitt mit der arabischen 1 beginnen. Abschnittsumbrüche sind außerdem notwendig, wenn bestimmte Seiten andere Kopf- oder Fußzeilen erhalten sollen.
| Umbruch | Wirkung | Für Seitenzahlen geeignet? |
|---|---|---|
| Seitenumbruch | beginnt eine neue Seite, behält aber denselben Abschnitt | nein, nicht für unterschiedliche Formate oder Startwerte |
| Abschnittsumbruch „Nächste Seite“ | beginnt einen neuen Abschnitt auf der nächsten Seite | ja, Standardlösung vor der Einleitung |
| Abschnittsumbruch „Fortlaufend“ | beginnt einen neuen Abschnitt auf derselben Seite | für diesen Zweck meist ungeeignet |
| Abschnittsumbruch „Gerade/Ungerade Seite“ | beginnt den Abschnitt auf der nächsten geraden oder ungeraden Seite | nur bei bewusstem Buch- oder Drucklayout |
Die richtige Abschnittsstruktur vorbereiten
Für die meisten Bachelorarbeiten sind drei Abschnitte besonders übersichtlich. Abschnitt 1 enthält nur das Deckblatt. Abschnitt 2 umfasst Inhaltsverzeichnis und weitere Verzeichnisse. Abschnitt 3 beginnt mit der Einleitung und enthält den Haupttext. Falls Anhang oder Literaturverzeichnis später ein neues Zahlenformat erhalten sollen, brauchst du dort einen weiteren Abschnitt.
Du kannst auch mit zwei Abschnitten arbeiten: Deckblatt und Vorspann liegen dann gemeinsam im ersten Abschnitt, wobei „Erste Seite anders“ die Seitenzahl auf dem Deckblatt ausblendet. Diese Variante ist praktisch, wenn das Deckblatt bei der römischen Zählung berücksichtigt werden soll. Soll das Inhaltsverzeichnis dagegen sichtbar mit i oder I beginnen, ist ein eigener Deckblatt-Abschnitt meist einfacher.
Bevor du Umbrüche einfügst, aktiviere unter „Start“ das Absatzzeichen ¶ über „Alle anzeigen“. Word zeigt dann Seitenumbrüche, Abschnittsumbrüche und leere Absätze sichtbar an. Das erleichtert die Fehlersuche erheblich.
| Abschnitt | Inhalt | Nummerierung |
|---|---|---|
| 1 | Deckblatt | keine sichtbare Seitenzahl |
| 2 | Inhaltsverzeichnis und weitere Verzeichnisse | römisch ab i beziehungsweise I |
| 3 | Einleitung, Hauptteil und Fazit | arabisch ab 1 |
| 4, falls gefordert | Literaturverzeichnis oder Anhang | nach Hochschulvorgabe fortlaufend oder neu formatiert |
Seitenzahlen in Word römisch und arabisch einrichten
Die folgenden Schritte funktionieren in aktuellen Desktop-Versionen von Word für Microsoft 365 und sind in Word 2024, 2021 und vielen älteren Versionen sehr ähnlich. Je nach Betriebssystem und Oberfläche können einzelne Bezeichnungen leicht abweichen.
Arbeite die Reihenfolge vollständig ab. Besonders wichtig ist, zuerst den Abschnittsumbruch zu setzen und danach die Verknüpfung zur vorherigen Fuß- oder Kopfzeile zu lösen. Wenn du das Zahlenformat zu früh änderst, übernimmt Word die Änderung häufig in benachbarte Abschnitte.
Schritt 1: Abschnittsumbruch vor der Einleitung setzen
Setze den Cursor direkt vor die Überschrift „Einleitung“. Öffne „Layout“, wähle „Umbrüche“ und anschließend unter „Abschnittsumbrüche“ die Option „Nächste Seite“. Die Einleitung beginnt nun in einem neuen Abschnitt auf einer neuen Seite.
Kontrolliere mit eingeblendeten Formatierungszeichen, ob wirklich „Abschnittsumbruch (Nächste Seite)“ angezeigt wird. Steht dort nur „Seitenumbruch“, lösche diesen Umbruch und füge den richtigen Abschnittsumbruch ein.
Schritt 2: Deckblatt vom Vorspann trennen
Wenn das Deckblatt einen eigenen Abschnitt erhalten soll, setze den Cursor an das Ende des Deckblatts. Wähle erneut „Layout“, „Umbrüche“ und „Nächste Seite“. Das Inhaltsverzeichnis beziehungsweise der erste Teil des Vorspanns beginnt dadurch in Abschnitt 2.
Existiert bereits ein normaler Seitenumbruch nach dem Deckblatt, entferne ihn vorher. Zwei Umbrüche direkt hintereinander erzeugen sonst möglicherweise eine unerwünschte Leerseite.
Schritt 3: Verknüpfung zur vorherigen Fußzeile lösen
Doppelklicke in die Fußzeile der Einleitungsseite. Word öffnet den Bereich „Kopf- und Fußzeile“. Deaktiviere dort „Mit vorheriger verknüpfen“. Der Hinweis „Wie vorherige“ sollte aus der Fußzeile verschwinden.
Wiederhole diesen Schritt in der ersten Seite des römischen Abschnitts, wenn das Deckblatt einen eigenen Abschnitt hat. Befinden sich deine Seitenzahlen in der Kopfzeile, musst du die Verknüpfung in der Kopfzeile lösen. Kopf- und Fußzeilen werden von Word getrennt behandelt.
Schritt 4: Römische Seitenzahlen im Vorspann einstellen
Öffne eine Kopf- oder Fußzeile im Vorspann. Wähle „Seitenzahl“ und füge die Zahl an der von deiner Hochschule verlangten Position ein. Öffne danach „Seitenzahl“ und „Seitenzahlen formatieren“.
Wähle als Zahlenformat „i, ii, iii, …“ oder „I, II, III, …“. Aktiviere unter Seitennummerierung „Beginnen bei“ und trage 1 ein, wenn der sichtbare Vorspann mit i beziehungsweise I starten soll. Soll das unsichtbare Deckblatt mitgezählt werden, kann das Inhaltsverzeichnis je nach Aufbau stattdessen mit ii erscheinen.
Schritt 5: Einleitung mit arabischer Seite 1 beginnen
Wechsle zur Fuß- oder Kopfzeile der Einleitung. Wähle „Seitenzahl“, „Seitenzahlen formatieren“ und als Zahlenformat „1, 2, 3, …“. Stelle unter Seitennummerierung „Beginnen bei: 1“ ein.
Prüfe anschließend die nächste Seite. Sie muss mit 2 weiterlaufen. Kontrolliere auch eine Seite im Vorspann, damit dort weiterhin römische Zahlen stehen. Wenn beide Bereiche dasselbe Format angenommen haben, ist die Verknüpfung zwischen den Abschnitten noch aktiv.
Deckblatt ohne sichtbare Seitenzahl einrichten
Das Deckblatt einer Bachelorarbeit erhält normalerweise keine sichtbare Seitenzahl. Ob es bei der internen Zählung berücksichtigt wird, entscheidet jedoch die Hochschulvorgabe. Daraus ergeben sich zwei technisch unterschiedliche Lösungen.
Bei einem eigenen Deckblatt-Abschnitt löschst du die Seitenzahl nur in Abschnitt 1. Abschnitt 2 beginnt danach unabhängig mit der römischen i oder I. Diese Lösung ist leicht nachvollziehbar und besonders geeignet, wenn das Inhaltsverzeichnis als erste römische Seite gelten soll.
Wenn Deckblatt und Vorspann im selben Abschnitt liegen, öffnest du die Kopf- oder Fußzeile und aktivierst „Erste Seite anders“. Die Zahl auf dem Deckblatt wird ausgeblendet, die Seite bleibt aber Teil der Zählung. Das Inhaltsverzeichnis kann dadurch beispielsweise mit ii beginnen. Lösche die Zahl nicht einfach manuell, solange die Fußzeilen verknüpft sind, weil sie sonst auf weiteren Seiten verschwinden kann.
| Vorgabe | Geeignete Word-Lösung |
|---|---|
| Inhaltsverzeichnis soll mit i oder I beginnen | Deckblatt als eigener Abschnitt; römischen Abschnitt bei 1 starten |
| Deckblatt wird als römische Seite i mitgezählt, Zahl bleibt unsichtbar | Deckblatt und Vorspann in einem Abschnitt; „Erste Seite anders“ aktivieren |
| Hochschulvorlage enthält bereits Abschnitte | bestehende Struktur prüfen und nicht unnötig neue Umbrüche hinzufügen |
Römische Seitenzahlen: groß oder klein?
Word bietet sowohl kleine römische Zahlen wie i, ii, iii als auch große römische Zahlen wie I, II, III an. Welche Form du verwenden sollst, richtet sich nach dem Formatierungsleitfaden. Beide Varianten kommen in wissenschaftlichen Arbeiten vor.
Entscheide dich nicht nach persönlicher Vorliebe, wenn deine Hochschule ein Beispiel vorgibt. Übernimm Groß- und Kleinschreibung genau und verwende das gewählte Format im gesamten Vorspann einheitlich. Ein Wechsel zwischen i, ii und III, IV wirkt unruhig und ist meist unbeabsichtigt.
Römische Seitenzahlen werden nicht von Hand eingetippt. Nutze immer das automatische Feld von Word. Nur so passen sie sich an, wenn du später Seiten ergänzt, entfernst oder verschiebst.
Seitenzahlen in Kopfzeile oder Fußzeile platzieren
Viele Hochschulen verlangen Seitenzahlen unten mittig oder unten rechts. Andere lassen die Position frei, solange sie im ganzen Dokument einheitlich bleibt. Prüfe auch hier zuerst die formalen Vorgaben.
Für einseitigen Druck ist eine mittige oder rechtsbündige Seitenzahl unkompliziert. Bei beidseitigem Druck kann eine außenliegende Position sinnvoll sein: auf ungeraden Seiten rechts, auf geraden Seiten links. Word bietet dafür die Option „Gerade und ungerade Seiten unterschiedlich“.
Beachte, dass gerade und ungerade Kopf- beziehungsweise Fußzeilen eigene Verknüpfungen besitzen können. Wenn Seitenzahlen nach dem Aktivieren nur auf jeder zweiten Seite erscheinen, musst du die Zahl in beide Fußzeilentypen einfügen und deren Abschnittsverknüpfungen prüfen.
- Position aus dem Hochschulleitfaden übernehmen
- Abstand zum unteren oder oberen Seitenrand einheitlich halten
- bei beidseitigem Druck Innen- und Außenseite berücksichtigen
- Schriftart und Schriftgröße an das Layout anpassen
- keine Seitenzahl mit Leerzeichen manuell ausrichten
- Kopf- und Fußzeilen der einzelnen Abschnitte kontrollieren
Seitenzahlen in Word auf dem Mac einrichten
In Word für macOS ist das Prinzip identisch: Setze zwischen Vorspann und Einleitung einen Abschnittsumbruch vom Typ „Nächste Seite“, löse in der Kopf- oder Fußzeile der Einleitung die Verbindung zum vorherigen Abschnitt und stelle anschließend Zahlenformat und Startwert ein.
Je nach Word-Version findest du die Befehle unter „Layout“, „Umbrüche“, „Abschnittsumbruch“ sowie im Menü für Kopf- und Fußzeilen. Die Seitennummerierung lässt sich über „Einfügen“, „Seitenzahl“ oder direkt im geöffneten Kopf- und Fußzeilenbereich bearbeiten.
Wenn eine Schaltfläche anders heißt oder nicht sichtbar ist, suche in Word nach „Seitenzahlen formatieren“ beziehungsweise „Mit vorheriger verknüpfen“. Entscheidend ist nicht der genaue Menüpfad, sondern die Reihenfolge: Abschnitt anlegen, Verknüpfung lösen, Zahlenformat festlegen und Startwert setzen.
Inhaltsverzeichnis nach der Nummerierung aktualisieren
Nachdem die Seitenzahlen eingerichtet sind, musst du das automatische Inhaltsverzeichnis aktualisieren. Klicke in das Verzeichnis und wähle „Tabelle aktualisieren“ beziehungsweise „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“. Nur die Seitenzahlen zu aktualisieren reicht nicht, wenn sich auch Überschriften geändert haben.
Prüfe danach, ob die Einleitung im Inhaltsverzeichnis mit Seite 1 erscheint und ob Vorverzeichnisse die erwarteten römischen Seitenzahlen tragen. Achte auch auf Abbildungs-, Tabellen- und Abkürzungsverzeichnisse sowie auf Querverweise im Fließtext.
Felder lassen sich in Word unter Windows häufig mit Strg+A und anschließend F9 gesammelt aktualisieren. Kontrolliere das Ergebnis trotzdem manuell, weil nicht jedes Feld in allen Dokumentbereichen gleich reagiert.
Was passiert mit Literaturverzeichnis und Anhang?
In vielen Bachelorarbeiten läuft die arabische Nummerierung nach dem Fazit durch Literaturverzeichnis und Anhang weiter. Dann brauchst du dort keinen neuen Abschnitt für die Seitenzahlen. Ein Abschnittsumbruch kann aus Layoutgründen trotzdem vorhanden sein, sollte aber auf „Fortsetzen vom vorherigen Abschnitt“ eingestellt bleiben.
Andere Hochschulen verlangen für Literaturverzeichnis oder Anhang wieder römische Zahlen. In diesem Fall setzt du vor dem betreffenden Teil einen weiteren Abschnittsumbruch, löst die Verknüpfung und wählst das verlangte Format. Prüfe genau, ob die römische Zählung neu bei I beginnen oder an den Vorspann anschließen soll.
Eine dritte Variante verwendet Anhangskennzeichnungen wie A-1, A-2 oder B-1. Das ist keine allgemeine Standardregel und erfordert eine weitergehende Einrichtung mit Kapitelnummern oder Feldern. Verwende diese Form nur, wenn sie ausdrücklich vorgegeben ist.
Häufige Probleme mit Word-Seitenzahlen lösen
Fehler bei der Seitennummerierung entstehen fast immer durch einen falschen Umbruch, eine noch aktive Verknüpfung oder einen ungeeigneten Startwert. Blende zuerst die Formatierungszeichen ein und prüfe die Abschnittsgrenzen. Öffne danach die betroffene Kopf- oder Fußzeile und kontrolliere Abschnittsnummer sowie den Hinweis „Wie vorherige“.
Die Einleitung beginnt mit iv statt mit 1
Öffne in der Einleitung „Seitenzahlen formatieren“. Wähle das arabische Zahlenformat und stelle „Beginnen bei: 1“ ein. Wenn die Option den Vorspann mitverändert, deaktiviere vorher „Mit vorheriger verknüpfen“.
Alle Seiten werden plötzlich arabisch oder römisch
Die Abschnitte sind noch miteinander verknüpft oder es wurde nur ein Seitenumbruch verwendet. Prüfe den Umbruch vor der Einleitung und löse die Verbindung in der Kopf- beziehungsweise Fußzeile des neuen Abschnitts.
Die Seitenzahl auf dem Deckblatt lässt sich nicht einzeln löschen
Aktiviere „Erste Seite anders“ oder gib dem Deckblatt einen eigenen Abschnitt. Lösche die Zahl nicht in einer verknüpften Standardfußzeile, weil Word sie sonst aus dem ganzen Abschnitt entfernt.
„Mit vorheriger verknüpfen“ ist ausgegraut
Meist befindet sich der Cursor im ersten Abschnitt oder es existiert kein echter Abschnittsumbruch. Blende die Formatierungszeichen ein und prüfe, ob vor der aktuellen Seite „Abschnittsumbruch“ steht.
Word erzeugt eine unerwünschte leere Seite
Häufig liegen ein Seitenumbruch und ein Abschnittsumbruch direkt hintereinander. Entferne den überflüssigen Seitenumbruch. Prüfe außerdem, ob versehentlich „Ungerade Seite“ statt „Nächste Seite“ gewählt wurde.
Seitenzahlen erscheinen nur auf jeder zweiten Seite
Wahrscheinlich ist „Gerade und ungerade Seiten unterschiedlich“ aktiviert. Füge die Seitenzahl sowohl in die gerade als auch in die ungerade Fußzeile ein oder deaktiviere die Option, wenn du sie nicht brauchst.
Seitenzahlen in einem bestehenden Dokument reparieren
Wenn du die Bachelorarbeit bereits weitgehend geschrieben hast, solltest du nicht sofort alle Seitenzahlen und Umbrüche löschen. Speichere zuerst eine Sicherheitskopie. Blende anschließend Formatierungszeichen ein und notiere, welche Abschnitte bereits vorhanden sind.
Gehe Abschnitt für Abschnitt vor. Prüfe jeweils, wo der Abschnitt beginnt, ob Kopf- und Fußzeile mit dem vorherigen Abschnitt verknüpft sind, welches Zahlenformat eingestellt ist und ob die Zählung fortgesetzt oder neu begonnen wird. So findest du den konkreten Fehler, ohne das gesamte Layout neu aufzubauen.
Besonders vorsichtig solltest du bei Querformatseiten, unterschiedlichen Seitenrändern sowie geraden und ungeraden Kopfzeilen sein. Solche Layoutwechsel erzeugen oft zusätzliche Abschnitte, die für die Seitennummerierung korrekt verbunden bleiben müssen.
- Sicherheitskopie der DOCX-Datei anlegen
- Formatierungszeichen einblenden
- vorhandene Abschnittsumbrüche identifizieren
- Kopf- und Fußzeilen getrennt prüfen
- Zahlenformat und Startwert jedes Abschnitts kontrollieren
- Änderungen immer nur in einem Abschnitt vornehmen
- Inhaltsverzeichnis erst nach der Reparatur aktualisieren
Querformatseiten und zusätzliche Abschnitte richtig behandeln
Breite Tabellen oder Abbildungen werden häufig auf einzelne Querformatseiten gesetzt. Word benötigt dafür vor und nach der Querformatseite eigene Abschnittsumbrüche. Dadurch entstehen zusätzliche Abschnitte, obwohl die Seitennummerierung eigentlich unverändert weiterlaufen soll.
Lasse in diesen Abschnitten die Nummerierung vom vorherigen Abschnitt fortsetzen. Prüfe außerdem, ob die Fußzeile verknüpft bleiben soll und ob die Seitenzahl auf der gedrehten Seite an der richtigen Position steht. Für die gedruckte Arbeit sollte sie sich optisch in die übrigen Seiten einfügen.
Nach dem Zurückwechseln ins Hochformat kontrollierst du die erste Folgeseite. Sie darf weder wieder bei 1 beginnen noch eine Seitenzahl überspringen. Öffne dazu „Seitenzahlen formatieren“ und wähle bei Bedarf „Fortsetzen vom vorherigen Abschnitt“.
Seitenzahlen vor dem PDF-Export prüfen
Die Nummerierung ist erst fertig, wenn du die exportierte PDF geprüft hast. Letzte Textänderungen können Seiten verschieben, neue Umbrüche erzeugen oder Verzeichnisse veralten lassen. Aktualisiere deshalb zunächst alle automatischen Verzeichnisse und Querverweise.
Gehe die PDF anschließend von der ersten bis zur letzten Seite durch. Das Deckblatt darf keine sichtbare Zahl tragen, der Vorspann muss im verlangten römischen Format laufen und die Einleitung muss mit der arabischen 1 beginnen. Prüfe auch Literaturverzeichnis, Anhang und Eigenständigkeitserklärung.
Bei beidseitigem Druck achtest du zusätzlich auf Leerseiten, Seitenposition und Bundsteg. Eine technisch richtige Seitenfolge kann im gedruckten Dokument trotzdem unruhig wirken, wenn gerade und ungerade Seiten falsch ausgerichtet sind.
- Deckblatt ohne sichtbare Seitenzahl
- römische Zählung lückenlos und einheitlich
- Einleitung beginnt mit arabischer Seite 1
- Haupttext läuft ohne Sprünge weiter
- Inhaltsverzeichnis zeigt die finalen Seitenzahlen
- Literaturverzeichnis und Anhang entsprechen der Vorgabe
- Seitenzahlen sind in der PDF vollständig sichtbar
- Position stimmt bei ein- oder beidseitigem Druck
Einordnung für die finale Abgabe
Saubere Seitenzahlen wirken wie ein kleines Formatierungsdetail, verbinden aber Inhaltsverzeichnis, Kapitelstruktur und gedruckte Seitenfolge. Ein falscher Abschnitt kann deshalb an mehreren Stellen gleichzeitig Fehler verursachen.
Prüfe deine Nummerierung immer anhand der konkreten Hochschulvorgabe. Besonders Deckblatt, Vorspann, Einleitung, Literaturverzeichnis, Anhang und Eigenständigkeitserklärung können unterschiedlich behandelt werden.
Aktualisiere zum Schluss alle Verzeichnisse und exportiere erst danach die PDF. Die endgültige Kontrolle erfolgt in der PDF-Datei, weil nur sie später digital abgegeben oder gedruckt wird.
Praktische Kontrolle vor dem PDF-Export
- Sind alle Abschnittsumbrüche an der richtigen Stelle?
- Bleibt das Deckblatt ohne sichtbare Seitenzahl?
- Ist der Vorspann einheitlich römisch nummeriert?
- Beginnt die Einleitung mit der arabischen Seite 1?
- Läuft die Nummerierung im Haupttext ohne Sprünge?
- Sind Inhaltsverzeichnis und Querverweise aktualisiert?
- Entsprechen Literaturverzeichnis und Anhang der Hochschulvorgabe?
- Wurde die finale PDF Seite für Seite kontrolliert?
Checkliste
- Formatierungsleitfaden der Hochschule geprüft
- Sicherheitskopie der Word-Datei erstellt
- Formatierungszeichen eingeblendet
- Deckblatt, Vorspann und Einleitung richtig getrennt
- Abschnittsumbrüche statt Seitenumbrüche verwendet
- „Mit vorheriger verknüpfen“ an den richtigen Stellen deaktiviert
- Deckblatt ohne sichtbare Seitenzahl eingerichtet
- Vorspann römisch formatiert
- Groß- oder Kleinschreibung der römischen Zahlen vereinheitlicht
- Einleitung auf arabische Seite 1 gesetzt
- Literaturverzeichnis und Anhang nach Vorgabe nummeriert
- automatische Verzeichnisse und Felder aktualisiert
- Querformatseiten und zusätzliche Abschnitte kontrolliert
- finale PDF Seite für Seite geprüft
Typische Fehler
- normalen Seitenumbruch statt Abschnittsumbruch verwenden
- Verknüpfung zum vorherigen Abschnitt nicht lösen
- Seitenzahlen von Hand eintippen
- römisches Format im gesamten Dokument aktivieren
- Einleitung nicht ausdrücklich bei 1 beginnen lassen
- Seitenzahl auf dem Deckblatt in einer verknüpften Fußzeile löschen
- Deckblatt automatisch mitzählen, obwohl der Leitfaden etwas anderes verlangt
- „Fortlaufend“ oder „Ungerade Seite“ unbeabsichtigt als Umbruch wählen
- Kopfzeile lösen, obwohl die Seitenzahl in der Fußzeile steht
- gerade und ungerade Fußzeilen nur teilweise bearbeiten
- Inhaltsverzeichnis nach Änderungen nicht aktualisieren
- nur die Word-Datei, aber nicht die finale PDF prüfen
Seitenzahlen und Verzeichnisse final geprüft?
Wenn Deckblatt, römischer Vorspann, arabischer Hauptteil und Inhaltsverzeichnis stimmen, kannst du deine Bachelorarbeit als PDF für Druck und Bindung vorbereiten.
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Häufige Fragen
Wo beginnen die Seitenzahlen einer Bachelorarbeit?
Häufig beginnt der Haupttext bei der Einleitung mit der arabischen Seitenzahl 1. Der Vorspann wird oft römisch nummeriert, während das Deckblatt keine sichtbare Zahl erhält. Entscheidend ist der Leitfaden deiner Hochschule.
Wie beginne ich Seitenzahlen in Word erst ab der Einleitung?
Setze vor der Einleitung einen Abschnittsumbruch „Nächste Seite“, löse in der Fuß- oder Kopfzeile „Mit vorheriger verknüpfen“ und stelle unter „Seitenzahlen formatieren“ das arabische Format mit „Beginnen bei: 1“ ein.
Wie füge ich römische Seitenzahlen in Word ein?
Öffne die Kopf- oder Fußzeile des Vorspanns, wähle „Seitenzahl“ und danach „Seitenzahlen formatieren“. Dort kannst du i, ii, iii oder I, II, III als Zahlenformat auswählen.
Brauche ich einen Seitenumbruch oder Abschnittsumbruch?
Für verschiedene Zahlenformate oder einen Neustart bei 1 brauchst du einen Abschnittsumbruch. Ein normaler Seitenumbruch beginnt nur eine neue Seite und trennt die Nummerierung nicht.
Wird das Deckblatt bei den Seitenzahlen mitgezählt?
Das ist je nach Hochschule unterschiedlich. Manche Vorgaben zählen es unsichtbar mit, andere lassen die römische Nummerierung erst beim Inhaltsverzeichnis beginnen. Prüfe deinen Formatierungsleitfaden.
Warum ändert Word die Seitenzahlen im ganzen Dokument?
Meist sind die Kopf- oder Fußzeilen der Abschnitte noch miteinander verknüpft. Deaktiviere im neuen Abschnitt „Mit vorheriger verknüpfen“ und ändere danach Format oder Startwert.
Warum beginnt die Einleitung nicht mit Seite 1?
Word setzt die vorherige Zählung wahrscheinlich fort. Öffne in der Einleitung „Seitenzahlen formatieren“ und wähle ausdrücklich „Beginnen bei: 1“.
Werden Literaturverzeichnis und Anhang arabisch nummeriert?
Häufig läuft die arabische Nummerierung bis zum Ende der Arbeit weiter. Manche Hochschulen verlangen jedoch für Literaturverzeichnis oder Anhang römische oder eigene Seitenzahlen. Maßgeblich ist deine Vorgabe.
Kann ich die Seitenzahl auf dem Deckblatt einfach löschen?
Nicht in einer verknüpften Standardfußzeile. Nutze „Erste Seite anders“ oder einen eigenen Deckblatt-Abschnitt, damit die Zahlen auf den folgenden Seiten erhalten bleiben.
Funktioniert die Anleitung auch in Word für Mac?
Ja. Das Prinzip ist gleich: Abschnittsumbruch setzen, Verknüpfung lösen, römisches oder arabisches Zahlenformat wählen und den Startwert festlegen. Die Menübezeichnungen können leicht abweichen.
Warum stimmen die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis nicht?
Das automatische Inhaltsverzeichnis wurde wahrscheinlich noch nicht aktualisiert. Wähle „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“ und prüfe danach die Einträge erneut.
