Kurz zusammengefasst
- Bibliografische Existenz unabhängig vom KI-Tool prüfen.
- Volltext und konkrete Aussage selbst lesen.
- Rechercheweg und Grenzen nach Hochschulvorgaben dokumentieren.
Aus dem Vorschlag eine überprüfbare Spur machen
Übernimm aus einer KI-Antwort zunächst nur Autor, Titel, Jahr und DOI als Suchhinweise. Suche diese Angaben in Bibliothekskatalog, Verlagsseite oder anerkanntem Repositorium. Wenn Titel und DOI auf unterschiedliche Artikel zeigen, behandle den Eintrag als unzuverlässig und suche neu. Eine plausibel klingende Literaturangabe ist noch kein Nachweis.
Originaltext und Aussage abgleichen
Öffne die Publikation und lies die für deine Behauptung relevante Passage samt Einschränkungen. Prüfe, ob die KI eine Korrelation zu einer Ursache gemacht oder eine kleine Stichprobe verallgemeinert hat. Beispiel: Wenn ein Tool „Studierende lernen mit KI besser“ behauptet, der Originalartikel aber nur Einstellungen zur Nutzung untersucht, darfst du die starke Aussage nicht übernehmen.
Suchabdeckung selbst beurteilen
Ein KI-Tool zeigt nicht zwangsläufig alle wichtigen Arbeiten und macht Auswahlgrenzen oft schwer erkennbar. Ergänze passende Fachdatenbanken, Suchbegriffe und Schneeballsuche; notiere Suchdatum und Kriterien. Bei einem systematischen Review muss die Suchstrategie nachvollziehbar sein, nicht nur die Liste der vom Tool vorgeschlagenen Titel.
Verwendung transparent und datensparsam halten
Prüfe die KI-Regeln deiner Hochschule und dokumentiere die Nutzung, falls gefordert. Lade keine unveröffentlichten Manuskripte oder personenbezogenen Interviewdaten ohne Erlaubnis hoch. Speichere nur verifizierte Originalquellen in der Literaturverwaltung und zitiere diese, nicht die Zusammenfassung des Tools.
Einordnung für die finale Abgabe
Viele formale Themen wirken zunächst wie reine Schreibarbeit. Für die gedruckte Abgabe sind sie aber genauso wichtig: Was im Dokument fehlt, falsch platziert ist oder uneinheitlich formatiert wurde, erscheint später auch in der gebundenen Fassung.
Nutze den Beitrag deshalb nicht isoliert, sondern prüfe ihn zusammen mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen, Quellenangaben und Anhang. Erst wenn die Datei vollständig ist, sollte sie als finale PDF für Druck und Bindung vorbereitet werden.
Praktische Kontrolle vor dem PDF-Export
- Stimmen Überschriften, Kapitelstruktur und Seitenzahlen?
- Sind Quellen, Abbildungen und Tabellen vollständig eingebunden?
- Sind Pflichtbestandteile wie Erklärung, Anhang oder Deckblatt enthalten, falls gefordert?
- Wurde die finale PDF-Datei nach dem Export noch einmal geöffnet und geprüft?
Checkliste
- Titel, Autor, Jahr und DOI unabhängig gefunden.
- Volltext und zitierte Passage gelesen.
- Suchweg ergänzend dokumentiert.
- KI-Regeln und Datenschutz geprüft.
Typische Fehler
- Einen erfundenen DOI ungeprüft übernehmen.
- Eine KI-Zusammenfassung statt des Artikels zitieren.
- Einzelne KI-Treffer als vollständigen Forschungsstand ausgeben.
Die fertige Arbeit für die Abgabe vorbereiten
Wenn Inhalt und Hochschulvorgaben geprüft sind, kannst du deine PDF sowie die verfügbaren Druck- und Bindungsoptionen kontrollieren.
Druckoptionen prüfenWeiterführende Inhalte
Vertiefe passende Themen zu Aufbau, Quellenarbeit, Formatierung und Abgabe deiner wissenschaftlichen Arbeit.
Häufige Fragen
Kann eine KI echte Quellen falsch beschreiben?
Ja. Selbst bei existierenden Artikeln können Inhalt, Jahr oder DOI falsch zugeordnet sein.
Reicht ein funktionierender DOI?
Nein. Prüfe zusätzlich, ob der DOI zum behaupteten Artikel und dessen Aussage gehört.
Soll ich die KI als Quelle nennen?
Für Aussagen aus Fachliteratur zitiere die Originalquelle; eine Offenlegung der Toolnutzung richtet sich nach Hochschulregeln.
